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Transsexualität und Theologie

Nicht die Genitalien sind es, sondern das Gehirn ist der Schlüssel für das eigene Geschlechtsbewusstsein. Diese Erkenntnis hat sich in den modernen Neuro- und Biowissenschaften schon lange durchgesetzt. Und auch nur so lässt sich erklären, warum manche Menschen mit dem tiefen Wissen auf die Welt kommen, ein Geschlecht zu haben, das ihnen bei ihrer Geburt vorenthalten wurde: Zwischen ihrem Körper mit seinen eindeutig weiblichen oder männlichen Merkmalen und ihrem Bewusstsein darüber, wer sie sind, besteht eine Diskrepanz. Das Bedürfnis einiger Menschen, diese Diskrepanz zu überwinden, indem sich der Körper mehr und mehr der sexuellen Identität angleicht, wird heute als nachvollziehbar und natürlich empfunden.
Doch Kirche und Theologie, so der Vorwurf, schweigen bislang zu dieser gesellschaftspolitischen Selbstverständlichkeit. Transsexualität, die Vielfalt heutiger Geschlechteridentitäten ist ein Thema, das vielleicht nicht als Tabu im kirchlichen Kontext gehandelt wird, aber dennoch im Grunde so gut wie nie vorkommt. Die Konferenz „Transsexualität im Gespräch zwischen Theologie und Neurowissenschaften“, die der Fachbereich Evangelische Theologie der Frankfurter Goethe-Universität auf dem Unicampus Westend veranstaltet hat, sollte daher nicht nur über die vielen rechtlichen, sozialen und psychologischen Aspekte des Transgender informieren, sondern vor allem einen „offenen, sachlichen, vorurteilsfreien Dialog“ zwischen Theologie und Wissenschaft ermöglichen. Teilnehmen an diesem Dialog waren unter anderen der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Dr. Volker Jung, der auch der Vorsitzende des Kuratoriums dieser Stiftung ist. Er sprach in seinem Vortrag über die „Sexuelle Vielfalt als Herausforderung für kirchenleitendes Handeln“. Unsere Abbildung zeigt ein Plakat aus der Wanderausstellung zu “Transgeschlechtlichkeit und Arbeitswelt”, die zeitgleich mit der Konferenz auf dem Unicampus Westend gezeigt wurde.

 

Informationen zur Anmeldung

Transsexualität. Eine gesellschaftliche Herausforderung im Gespräch zwischen Theologie und Neurowissenschaften

Eine Anmeldung zur Konferenz ist nur noch an den Konferenztagen vor Ort gegen Barzahlung möglich. Die Benutzung eines Empfängers/Kopfhörers für die Simultandolmetschung kann in diesem Fall nicht garantiert werden.

Sie haben die Möglichkeit, sich für gesamte Veranstaltung vom 4.-6. Februar 2016 oder aber nur für einen oder zwei Tage anzumelden.

Bei Teilnahme an der Konferenz erbitten wir einen Eigenbeitrag zur Kostendeckung in Höhe von € 30 (Normalzahler) / € 15 (ermäßigt, z.B. Studierende) für die Teilnahme an allen drei Tagen der Konferenz bzw. € 20 (Normalzahler) / € 10 (ermäßigt, z.B. Studierende) für die Teilnahme an einem oder an zwei Tagen der Konferenz. 

Bitte beachten Sie zudem, dass die Workshops nur eine begrenzte Teilnehmendenzahl zulassen.

Organisiert wurde diese Veranstaltung von Dr. Gerhard Schreiber, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Systematische Theologie und Religionsphilosophie.