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Heiliger Beton

Die Jahre nach 1945 waren die große Zeit des modernen Kirchenbaus. Ein neuer Fotoband, der im Oktober vergangenen Jahres erschienen ist, dokumentiert auf einmalige Weise die Vielfalt der Sakralarchitektur im Frankfurt der Nachkriegszeit. Unter dem Titel “Einst gelobt und fast vergessen” versammelt Herausgeber Wilhelm E. Opatz in diesem Band insgesamt 25 Porträts von Kirchen und Gemeindehäusern, die alle zwischen 1948 und 1973 entstanden sind und die die ganze Bandbreite des sakralen Baus, von hoch komplexen Entwürfen bis zu Gebäuden von beeindruckender Schlichtheit, veranschaulichen. Bevorzugte Materialien scheinen Holz, Glas und vor allem Beton gewesen zu sein. Das Besondere an dieser Dokumentation: Alle Aufnahmen stammen von jungen Fotografen, für die die Kirchenbauten selbst schon wieder Zeugen einer vergangenen Epoche sein dürften. Die Fotos werden zudem ergänzt durch erläuternde Essays und Beschreibungen. Herausgegeben wird dieser spannende Bildband vom Deutschen Werkbund; der berühmte Architekturjournalist Dieter Bartetzko hat das Vorwort geschrieben. Wilhelm E. Opatz (Hrsg): “Einst gelobt und fast vergessen. Moderne Kirchen in Frankfurt (1948-1973)”, Deutscher Werkbund, Oktober 2012, Preis: 42 Euro. Das Foto stammt von Götz Diergarten (www.diergarten.com)